Montag, 17. Dezember 2012

So schnell schmeckt's wieder.




Eben noch lässig einen Nachtisch abgelehnt, jetzt bin ich schon wieder nachlässig am Naschen. Aber der Reihe nach.

Seit letzten Dienstag erlaube ich mir wieder Zucker und hatte mir zum Wiedereinstieg/zur Belohnung/whatever die Schokolade „Hello, my Name is Strawberry Cheesecake“ von Lindt gekauft. Die schmeckte mir ja überhaupt nicht – ich berichtete bereits. Auch die zwei Ministücke Brownies konnten mich nicht in Versuchung führen, Süßigkeiten wieder zu genießen. Selten testete ich mal eine kleine Leckerei, aber ich hätte auch gut darauf verzichten können.

Am Freitag war ich auf einem Geburtstag und es gab selbstgemachten Nachtisch (wie nennt man eigentlich den Plural? Nachtische?): Kuchen, Schneegestöber, Schokomousse, selbstgebackene Kekse. Bis auf einen Keks hab ich nix angerührt. Unglaublich! Ich „darf“ wieder zulangen, „will“ aber nicht. Der Appetit auf Süßes war einfach nicht da. 
Am Samstag war ich auf unserer Agentur-Weihnachtsfeier und wir durften bei der Essenszubereitung selbst Hand anlegen. Großartig! Noch großartiger: Den Nachtisch habe ich nicht angerührt (Glühwein-Birnen an Schokotropfen-Muffin auf Schaumspiegel). Wieder kein Appetit auf Süßes. Unheimlich.

Das Einzige, was mir wirklich schmeckte waren Lebkuchen von der Lebkuchen-Hexe aus Nürnberg. Die haben eine Freundin und ich mal in Nürnberg auf dem Christkindlmarkt entdeckt. Frische, saftige Lebkuchen mit weißer Schokolade! Kein Vergleich zu den trockenen Dingern, die man sonst überall kaufen kann. Seit dem ersten Genuss ist mein Gaumen so verwöhnt, ich ess keine anderen Lebkuchen mehr. Und die freundliche Lebkuchen-Hexe schickt sie uns sogar jedes Jahr nach Hamburg.

So der Stand bis gestern Abend. Aber dann kam heute.

In der Agentur steht ein alljährlicher Adventskalender, der im Laufe der Weihnachtszeit mit Kundenpräsenten, -karten, Gutscheinen aller Art und lustigen Gimmicks gespickt wird. Heute standen dort leckere Weingummi-Erdbeeren & Schokoladen-Nüsse. Die schmeckten leider ziemlich gut. Zu gut. Mist. Kleines Suchspiel: Wo haben sich die bösen Süßigkeiten versteckt?

Dienstag, 11. Dezember 2012

Hello, my Name is


"Hello My Name is Strawberry Cheesecake." Guten Tach, hoch erfreut. Diese neue Schokoladensorte von Lindt sprach mich regelmäßig persönlich im TV an. Dazu noch die provokante Frage "Is it me you're looking for?" JAHA, ich hab's verstanden. Bleib noch eine Weile im Süßigkeitenregal, ab dem 11. Dezember biste fällig. 

Und dann war er plötzlich da, der große Tag: 3 Monate zuckerfrei! Das sollte mit einem kulinarischen Zuckerschock mit der o. e. Schokolade stattfinden. Ich hatte keinen Janker auf etwas Süßes, wollte, nein musste, aber diese verführerisch klingende Schokoladensorte unbedingt heute probieren. Und keinen Tag später.

Der erste Bissen war einfach nur süß. Naja, meine Geschmacksnerven haben sich verändert. Egal, noch'n Stück, dann wird's schon. Strawberry Cheescake liebe ich. Und Schokolade sowieso. Beides zusammen: großartig! Ein Hoch auf den kreativen Chocolatier. 

Der zweite Bissen schmeckte immer noch unangenehm süß. Und was noch viel schlimmer war: so überhaupt nicht nach Strawberry Cheesecake. Was waren da für boshafte Mächte am Werk. Und dafür hatte ich mich aufgespart? Um ganz sicher zu gehen, aß ich noch ein drittes Stück.

Bäh! Das ist doch Yogurette in noch süßer! Zwar nicht himmlisch joghurtleicht, aber dennoch eindeutig Yogurette. Teufelswerk! Wie hat die sich mit ihren dicken Riegeln in das Lindt-Cover reinpressen können? Meine Kollegen hat's gefreut, ich war enttäuscht. So hatte ich mir meinen Ausflug in die Welt der süßen Zuckerfreuden nicht vorgestellt. Zum Glück sollte es am Nachmittag noch selbstgemachte Brownies geben.

Es gab zweierlei Sorten Brownies: mit M&Ms und mit Buttercreme. Ich aß jeweils ein Ministück. Lecker. Aber da ich nicht wirklich Appetit auf Süßes hatte, reichten mir die beiden Ministücke. Die von früher gewohnte Gier nach mehr blieb aus.

Diese Genüsse in Summe sollten jedoch noch bis in die Nacht mit Bauchweh anhalten. Oh, du fröhliche.

Bis Ende des Jahres werde ich noch mal ein paar wenige Versuche mit Zucker in Form von Süßigkeiten wagen. Ansonsten bin ich – so seltsam das auch klingen mag – ganz froh über meine physische Reaktion darauf. Von anderen Erfahrungsberichten weiß ich, dass die Zuckerfalle schneller wieder zuschnappt, als einem lieb ist.

Ich bin stolz darauf, 3 Monate geschafft zu haben. Jetzt lasse ich das Jahr mit ausgewählten Zuckerfreuden ("Hoffentlich kommen die noch", sprach das Teufelchen. "Ach nee, lieber nicht", erwiderte das Engelchen) ausklingen und ab Januar geht es dann zuckerfrei weiter. Wenn auch nicht mehr ganz so streng, da darf es dann auch mal wieder ne Tiefkühlpizza sein.

Samstag, 8. Dezember 2012

Tach, Post!

Als ich aus der Post rauskam,
war die Schlange der Wartenden noch länger...

Immer wieder herrlich, besonders vor Weihnachten: Riesenschlange stehen bei der Post. Da ist man schon vorsorglich so autark wie möglich und lässt alle Sendungen an die Packstation (obwohl das nach den letzten Optimierungen auch nicht mehr so optimal funktioniert, aber das ist eine andere Geschichte) oder in die Agentur liefern, verschickt alles über Hermes und dann verirrt sich doch mal eine Sendung an den Ort des Schreckens: die Hauptpost. Mist!
 

Freitagabend (7. Dez) lag eine Benachrichtigungskarte vom 5. Dez (finde den Fehler) in meinem Briefkasten. Abholungsort: Hauptpost. Da deren Öffnungszeiten von 9 – 18 Uhr genau in meinen Arbeitszeiten liegen, musste ich also heute los: an einen Samstag vor Weihnachten (Öffnungszeiten am Samstag: 9 – 13 Uhr). Na bravo.

Ich hatte aber unfassbares Glück und stand nur 15 Min. bei -5 Grad in der eisigen Kälte, bevor ich ein Teil der inneren Schlange werden durfte. Hier war es wenigstens warm, um auch das Positive mal zu erwähnen. Für die Quote, versteht sich. 45 Min. anstehen im Heide Park, um am Ende mit einem rasanten Adrenalinkick belohnt zu werden: ja! Aber bei der Post? Nö!

Ein Adrenalinkick der ganz anderen Art erwartete mich dann mit Sichtfeld auf die Schalter: Ganze 3 (!) von 5 möglich zu besetzenden Schalter waren geöffnet. Ich sach ma: tach, Post! Aber ich hatte wieder Glück: das Entertainmentprogramm der anderen Wartenden ließ keine Wünsche übrig. Direkt vor mir ein Unmutbekundender Herr, der ständig um Aufmerksamkeit heischend Kommentare über die Lage abgeben musste. Auch zu mir drehte er sich immer wieder um, da ich doch sicherlich nur drauf gewartet habe, mit ihm in Kontakt zu treten. Sowas kann ich aber stoisch ignorieren; solche Typen wird man ja nicht wieder los – und die Schlange war noch lang. 

Sein Opfer war dann die Dame vor ihm, die überraschender weise begeistert mit mukiert hat. Als dann eine Frau vom Schalter zum Ausgang wollte, rief der Herr ihr hinterher: „Das war aber nicht ganz richtig!“ Woraufhin die Frau ihren Mantel aufschlug, auf ihr Babybäuchlein zeigte und entschuldigend sagte, dass sie nicht lange stehen kann. Daraufhin die Dame vor dem Herrn: „Ach so, schwanger sein ist heutzutage eine Krankheit!“ Damit wurde die Stimmung noch mal richtig angeheizt. Man kann sich dem ja auch nicht entziehen; steht man doch beengt und reden die Beteiligten laut.

Nach einer guten Stunde war ich letztendlich auch mal an der Reihe und wurde dann doch noch belohnt: mit einem Nikolausgeschenk von Petra & Papa! Das Frieren und Warten hat sich gelohnt: Herzlichen Dank noch mal auch auf diesem Wege. Ich habe mich RIESIG gefreut. 

Und die Ironie an der Geschichte ist der Inhalt des Geschenks: Ein Lavendel-Entspannungsduschgel sowie zwei Relaxing-Kerzen. ;-)