Samstag, 30. November 2013

Süßes zum 1. Advent: Marzipan & Kekse


Fast jeder kennt die Szene aus Dirty Dancing, in der Jennifer Grey folgenden einprägsamen Satz sagt: "Ich habe Wassermelonen getragen." So erging es mir heute auch. Allerdings nicht mit Wassermelonen. In bekannter Jennifer-Grey-Manier stand ich heute in der Küche und rief aus: "Ich habe Marzipan selber gemacht!" Ich fühlte mich für einige Sekunde wie Thomas Edison, als ihm ein Licht aufgegangen war. 

Natürlich hatte ich schon davon gehört, dass Marzipan irgendwie aus Mandeln bestehen. Und irgendwas mit Rosenwasser. Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Otto Normalverbraucher eben diese orientalische Kostbarkeit selbst herstellen kann. Man kann. Und Frau auch. Und das geht auch noch extrem einfach.

Für meine Weihnachts-Pralinen-Produktion war ich heute auf der Suche nach einem Pralinengitter samt Pralinengabel. Da mir rund 15 Euro für ein Stück Gitter zu teuer sind, habe ich im Baumarkt gefragt, ob sie Restgitter übrig hätten. Ham se nich. Ich könne höchstens ein paar Meter Gitter am Stück kaufen. Danke, nein. Einen Zaun wollte ich nicht gleich bauen.

Somit habe ich mir nun anders beholfen: Einfach ein großes Abtropfsieb auf eine Schüssel stellen und die Marzipankugeln mit einer Fondue-Gabel (geht auch mit einer stinknormalen Gabel) aus der heißen Schokolade holen. Ab aufs Abtropfsieb und festwerden lassen. Nach dem Trocknen vorsichtig lösen. Fertig.

Hier mein Marzipanrezept für Jedermann:

Zutaten:

200 g fein gemahlene, helle Mandeln
ca. 10 Tropfen Rosenwasser (gibt es z. B. in der Apotheke // 50 ml für 3,25 Euro)
ca. 10 Tropfen Bittermandel-Aroma
ca. 10 Tropfen Wasser
evtl. Agavendicksaft, Ahornsirup oder anderen Zuckeraustauschstoff zum Süßen

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander vermengen, zu einem Teig kneten und abschmecken. Je nach Geschmack noch ein paar Tropfen von dem einen oder anderen hinzufügen. Ich habe mit etwas Agavendicksaft gesüßt. Fertig ist das Marzipan.

Ich habe daraus Marzipankugeln geformt, diese mit zwei Pistazien gefüllt und in geschmolzener Vollmilchschokolade gewälzt. Lecker.

Könnte auch als Semmelknödel durchgehen: mein erster selbstgemachter Marzipanklumpen:




Die zweite Leckerei des Tages sind Hafer-Kokos-Kekse. Diese gehen ganz schnell & einfach:

Zutaten:

10 EL Haferflocken
5 EL Kokosraspel
4 EL Naturjoghurt
4 Datteln
1 Ei
ein paar Tropfen Vanille-Aroma
etwas Agavendicksaft oder Ahornsirup

Zubereitung:

Die Datteln zerkleinern und alle Zutaten vermengen. Keksgroße Portionen auf ein Backblech geben und bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Kekse sollten eine leicht bräunliche Färbung erhalten. Schon fertig.

Achtung: Wer es süßer mag, sollte ordentlich Agavendicksaft oder Ahornsirup hinzugeben, da beim Backen einiges an Süße verloren geht.

3 Monate vorbei

Für mich geht heute der letzte offizielle zuckerbefreite Tag zu Ende, bevor es in die Weihnachts-Winterpause geht. Das Ende der 3-Monatigen zuckerfreien Zeit zelebriere ich morgen auf dem Weihnachtsmarkt. Aber obwohl Weihnachten vor der Tür steht, möchte ich mich größtenteils von den Zuckerfallen fernhalten. Bunter Teller, Schokoladenmänner und sonstige zuckerhaltigen Geschenke wird es für mich nicht geben. Freunde, Kollegen & Familie sei Dank. :-)

Mein Fazit nach über einem Jahr mit meinem 3-Monats-Programm: Ich bin nicht mehr zuckersüchtig! Das ist es, was ich erreichen wollte. Das ist es, was ich geschafft habe. Und darauf bin ich sehr stolz. Ein Leben komplett ohne Zucker kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, trotz vieler Alternativen. Solange ich mit meinem 3-Monats-Programm zufrieden bin, bleib ich dabei. 

Wer weiß, vielleicht habe ich ja im nächsten Jahr ein paar Mitstreiter? Gebt euch gern zu erkennen - gemeinsam ist es leichter für Newbies. Viele Tipps für euren Start findet ihr auf meinem Blog. Für einen Schubs aus dem Kosmos eignet sich der Jahresanfang besonders gut. Z. B. direkt ab 01.01.2014. Ich starte voraussichtlich wieder ab März. Aber stay tuned: Ich schreibe trotzdem fleißig Beiträge.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne besinnliche & vor allem stressfreie Adventszeit.

Sonntag, 24. November 2013

Zuckerfreie & vegane Pralinen selbst gemacht!


Diese Pralinen sind schnell gemacht und schmecken unfassbar gut. Ich muss sagen, dass ist mit Abstand das Beste, was ich an zuckerfreien Leckereien bisher selbst hergestellt habe. Einigen sind sie vielleicht auch unter dem Begriff "Energiekugeln" bekannt. Aber ob nun Praline, Energiekugel oder einfach nur Kugel - schmecken tun sie in jedem Fall.

Pro Sorte kommen je nach Größe ca. 15 Pralinen raus.

So geht's (Bildreihenfolge von vorne nach hinten):

1. Kokos-Kugeln

Teigzutaten:
75 g Datteln (z. B. Bio-Datteln von Rapunzel)
75 g Mandeln (gemahlene, gehackte oder ganze)
15 g Kakaopulver (z. B. Zum Backen von Dr. Oetker)

Kokosflocken

Alle Teig-Zutaten in einen Zerkleinerer geben. Anschießend mit der Hand testen, ob sich ein geschmeidiger Teig formen lässt. Ansonsten noch mal mit 1 - 2 EL Wasser ne Runde weiter zerkleinern. 

Aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese in den Kokosflocken wälzen.

2. Mozart-Kugeln

Teigzutaten:
75 g Datteln
75 g Haselnüsse
15 g Kakaopulver
Ein paar Tropfen Bitter-Mandel-Aroma

Pistazienkerne (geschält)
Kakaopulver

Gleiche Zubereitung wie zuvor.

Die Kugeln mit 1 - 2 Pistazienkernen füllen. Die fertigen Kugeln in Kakaopulver wälzen.

3. Raffaello-Kugeln // meine Favorites!

Teigzutaten:
75 g Datteln
50 g Mandeln
25 g Kokosflocken
Ein paar Tropfen Vanille-Aroma

Kokosflocken

Gleiche Zubereitung wie zuvor.

Die fertigen Kugeln in Kokosflocken wälzen.

4. Schoko-Kugeln

Teigzutaten:
75 g Datteln (z. B. Bio-Datteln von Rapunzel)
75 g Mandeln (gemahlene, gehackte oder ganze)
15 g Kakaopulver (z. B. Zum Backen von Dr. Oetker)

Kakaopulver

Gleiche Zubereitung wie zuvor.

Die fertigen Kugeln in Kakaopulver wälzen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Man könnte die Pralinen auch in zuckerfreier Schokolade wälzen. Oder mit Sesam umhüllen. Oder mit etwas fruchtigem füllen. 

Da die Pralinen keinen Alkohol oder sonstige Konservierungsstoffe enthalten, sollten Sie im Kühlschrank aufbewahrt und schnell verzehrt werden. Das dürfte bei diesem Geschmackserlebnis aber kein Problem darstellen. ;-)

Viel Spaß beim Nachmachen & naschen - es lohnt sich!

Mittwoch, 20. November 2013

Tolle Knolle: Ingwer!


Heute musste ich nun doch meinen Wintermantel samt Schal und Handschuhen aus dem Sommerschlaf in der hintersten Schrankecke reißen: Minus 1 Grad ist selbst mir im Übergangsmantel ein "büschen to frisch". ;-)

Wer sich selbst als kleinen "Frostköttel" bezeichnet, für den könnte Ingwertee das Richtige sein. Zugegeben, der Geschmack ist recht intensiv und nicht jedermanns Sache. Aber Ausprobieren lohnt sich. Für einen Tee einfach ein paar Scheibchen von der tollen Knolle mit heißem Wasser übergießen. Wer mag kann auch noch frische Zitronen- oder Limetten hinzugeben. Oder Honig. Oder Zimt. Oder frische Pfefferminze. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ingwer wärmt herrlich von innen & ist zudem noch sehr gesund!

Ingwer ist auch ein bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit. Es klingt unglaublich, da Ingwer das letzte zu sein scheint, wonach man sich bei Übelkeit sehnt. Aber es stimmt: Hierfür einfach auf einem kleinen Stückchen Ingwer kauen und das Übelkeitsgefühl lässt nach. Selbst in der Chemotherapie wird Ingwer erfolgreich eingesetzt.

Zum Würzen ist Ingwer auch sehr gut geeignet. Z. B. in einem frischen Salat - den gab es bei mir heute Abend:

Zutaten:
1 Apfel
3 Möhren
1 Stück Ingwer nach Geschmack (bei mir: ca. 4 x 4 cm großes Stück)
Naturjoghurt (bei mir: Weihenstephan, 3,5 % Fett)

Zubereitung:
Den Apfel schälen und zusammen mit den Möhren und dem Ingwer raspeln. Anschließend gut vermengen und den Joghurt unterheben.

Den Salat kann man auch noch mit Nüssen & Zimt verfeinern. 

Schnell, einfach & gesund!

Samstag, 16. November 2013

Schneller karibischer Quarkkuchen


Gestern Abend war ich mal wieder in Backlaune und bin dabei auf dieses Rezept für einen karibischen Quarkkuchen gestoßen. Ich habe die Zutaten leicht abgewandelt. Der Kuchen ist schnell gemacht & schmeckt herrlich saftig. Außerdem ist er LowCarb und kann somit auch hervorragend abends ohne Reue genossen werden.

Zutaten:

Magerquark, 500 g
Haferflocken, 2 EL
Kakao, 2 EL
Kokosflocken, 4 El
Banane, 1
Eier, 3
Agavendicksaft, 6 EL
Rum, ein paar Tropfen

Zubereitung:

1. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.

2. Restliche Zutaten in einer separaten Schüssel mit einem Rührgerät vermengen.

3. Das steif geschlagene Eiweiß unter die restliche Masse geben.

4. Teig in eine Springform geben.

5. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für 40 Minuten backen.

Mir schmeckte der Kuchen ganz gut. Allerdings würde ich das nächste Mal auf die Banane verzichten, der Geschmack war mir zu intensiv. Aber das ist ja wie immer Geschmacksache.

Guten Appetit!

Montag, 11. November 2013

Nussiger Naschteller


So sieht mein derzeitiger Naschteller aus: ein Korb Buntes, bestehend aus Nüssen (pur und gesalzen), Nuss-Frucht-Riegeln & zuckerfreier Schokolade. Manchmal auch noch aus zuckerfreiem Lakritz. Wobei Schokolade & Lakritz bei mir eher die seltene Ausnahme sind.

Ich esse fast täglich ein paar Nüsse, ca. eine Handvoll. Aber am Wochenende z. B. bei einem Filmabend, da darf's dann auch schon mal ein ganzes Tütchen Nüsse sein. Klar, sie haben jede Menge Kalorien. Trotzdem bin ich pro Nüsse, Samen & Kerne: sie halten lange satt, sind gesund und enthalten je nach Nussart viele Vitamine, Mineralstoffe & gute Fette. 

Bisher konnte ich keine Gewichtszunahme durch meinen Nusskonsum feststellen - auch wenn ich abends mal eine ganze Tüte gesalzene Pistazien esse (so wie gestern). Lecker.

Also, ran an die Nüsse!

Und hier gibt's die anderen Leckereien:

--> zuckerfreie Schokolade

--> zuckerfreies Lakritz

--> zuckerfreie Nuss-Frucht-Riegel

Montag, 4. November 2013

Tofu-Pizza - nicht nur für Vegetarier



Diese Pizza kann tatsächlich mit einer echten mithalten und ist dazu noch low carb. Entdeckt habe ich den Tofu-Pizza-Boden hier.

Der Boden besteht nur aus Tofu und Eiern. Diesen belegt ihr dann nach eurem individuellen Geschmack wie eine richtige Pizza. Die Pizza ist schnell & einfach herstellbar - und schmeckt wirklich richtig gut.

Folgende Zutaten braucht ihr für meine gestrige vegetarische Variante::

Für den Boden:
225 g Tofu natur
3 Eier (lt. Originalrezept nur das Eiweiß verwenden; ich habe das komplette Ei verbacken)
2 TL Weinsteinbackpulver (lt. Originalrezept normales Backpulver)
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer & andere Gewürze/Kräuter nach Geschmack

Für den Belag:
1/2 Pckg. passierte Tomaten
Tomatenmark
Mais
Paprika
Zwiebel
Jalapenos
Feta
Pizzakäse
Gewürze/Kräuter nach Geschmack

Zubereitung:

Alle Teigzutaten mixen oder pürieren. Auf ein Backblech nach Wunsch formen (zerläuft nicht). Im vorgeheizten Backofen ca. 25 Min. bei 200 Grad backen. Passierte Tomaten mit Tomatenmark und Gewürzen/Kräutern vermischen und auf den vorgebackenen Pizza-Boden verteilen. Anschließend nach Wunsch belegen und nochmal in den Ofen geben bis die Pizza nach eigenem Geschmack gebräunt und gebacken ist. Fertig.

Vielen Dank an fitness-dessert.de für dieses tolle Rezept!

Samstag, 2. November 2013

Immer wieder sonntags...


...okay, in dem Fall samstags: Der heutige Morgen startete fruchtig mit Marmelade - ohne Stückchen. Ich bin da ja immer etwas krüsch was Fruchtkerne angeht. Den Geschmack von Himbeeren mag ich. Der unweigerliche Biss auf deren Kerne widerum nicht. Deshalb finde ich die Marmeladen Samt von Schwartau auch so toll. Da diese nur so vor Zucker strotzen, sind sie bei mir zzt. vom Speisezettel gestrichen. 

Nun habe ich in einem Bio-Supermarkt Ersatz gefunden: Cremig weich von Allos. Diese bestehen größtenteils aus pürierten Früchten. Gesüßt wird mit Agavendicksaft. Und das Beste: alles ohne Kerne. Und das Allerbeste: sie schmecken. Zumindest kann ich das für das Testprodukt "Waldfrucht" bestätigen. Auf einem warmen Brötchen ein Traum. 

Vor längerer Zeit bin ich auf eine Erdbeer-Marmelade von Alnatura gestoßen, die auch wirklich lecker schmeckt. Allerdings hat diese Kerne. Bei Erdbeeren mache ich da allerdings eine kleine Ausnahme. Wer kann schon auf Erdbeeren verzichten? Nicht mal ich als kleiner Kern-Phobiker. In der Himbeer-Variante gibt es diese Marmelade auch.

So steht einem zuckerfreien Marmeladenbrötchen nichts mehr im Wege.