Donnerstag, 17. Juli 2014

Fett- und Zuckersteuer für alle?

Quelle: www.greenpeace-magazin.de

Gewagt: eine Fett- und Zuckersteuer!

Dies fordert die Diabetes-Gesellschaft (hier nachzulesen).

Wobei ich der Meinung bin, man sollte nicht diejenigen "mitbestrafen", die keine gesundheitlichen Probleme mit Zucker haben. Ich wäre eher für eine bessere Aufklärung/Transparenz über hohe Fett- und Zuckergehalte sowie das Weglassen von Zucker aus Alltagsprodukten. Ich musste anfangs immer ziemlich lange suchen, bis ich Tomatenmark, geräucherten Lachs, Gemüsebrühe etc. ohne Zuckerzusatz finde. 

Natürlich dient Zucker nicht ausschließlich als billiger Füllstoff, sondern auch als Geschmacksträger. Aber wurde uns die Süße in den Alltagsprodukten nicht jahrelang anerzogen? Quasi, als schleichendes Gift? Durch den Verzicht von Zucker hat sich auch mein Geschmacksempfinden verändert. Mir ist vieles zu süß geworden. Allerdings habe ich bereits vor der Umstellung Zucker in Senf als überflüssig empfunden. ;-)

Ein weiteres Umdenken sollte bei den Verpackungen von Süßigkeiten für Kinder stattfinden. Grad bei denen in Griffweite an der Kasse. Kreischend bunt und mit vielen niedlichen Comicfiguren lassen sie Kinderherzen höher schlagen - und die Halsschlagader vieler Eltern. Ich kann jedes verzweifelte Elternteil verstehen, dass der lieben Ruhe wegen dem augenscheinlich noch verzweifelterem, auf dem Boden mit um sich schlagenden Ärmchen und Beinchen und tränenersticktem Kind, einen Zuckerlolli kauft.

Auch fatal: Hier wird sogar noch über den Zucker hinweggetäuscht. Mit Parolen wie "Reich an Vitamin C!", "Besonders wertvoll!" oder "Mit dem Besten aus gesunder Milch!", stufen unwissende Eltern diese Leckereien womöglich als "nicht ganz so schlimm" ein. Ist ja schließlich auch "viel Gutes" enthalten.

Im aktuellen Greenpeace Magazin gibt es darüber auch einen Berich (hier der Teaser dazu).