Montag, 27. Juli 2015

Erdbeermassaker auf Teigfetzen. Oder vom Kaiserschmarrn, der ne Waffel werden sollte...


Nein, es handelt sich weder um Spaghetti Bolognese, noch um Innereien auf Hautlappen: Denn was auf dem Bild zu sehen ist, schmeckt wunderbar süß, nicht herzhaft. ;-)

Leider war es mir bildlich nicht möglich wiederzugeben, wie es tatsächlich aussah. Entweder sahen die Erdbeeren nach Tomatenketchup oder nach Blutgrütze aus. Note to myself: Unbedingt einen Fotokurs beim "Food-Fotografen" machen.

Mein ursprünglicher Plan, glykliche Waffeln zu backen, ist missglückt. Jedenfalls optisch. Aber auch das ist Betrachtungsweise. Aufgrund des fehlenden Glutens, also dem Weizenkleber, ging mein Waffelteig eine allzu innige Beziehung mit dem Waffeleisen ein - sie waren nicht voneinander loszubekommen. 

Plan B waren dann Pfannkuchen. Aber auch das endete in einem Wendemassaker. Wobei mir dabei die Idee von Kaiserschmarrn in den Sinn kam. Flexibles Kochen nennt man das wohl. Zum Kaiserschmarrn gab's warmen Erdbeerkompott - yummy!

Am Ende war ich doch sehr happy mit meinem (Miss)Geschick an der Pfanne und werde das auf jeden Fall wieder machen. Aber ohne Umwege über das Waffeleisen.

Der Teig ist Low Carb/Glyx/Paleo/glutenfrei und natürlich zuckerfrei. Jedenfalls ohne weißen Zucker. Geschmacklich schmeckt der Kaiserschmarrn nussig und leicht süßlich. Trotz Kokosmehl und Kokosöl ist der Kokosgeschmack nicht dominant. 

Immer öfter wird in den Medien auf Agavendicksaft geschimpft. So wie auch auf zugesetzte künstliche Fruktose. Und auf weißen Zucker. Sogar auf Stevia gehen sie jetzt los. Über Honig hab ich auch schon Böses gehört. Meine Meinung: Ich bin gesund und weiß, was mir gut tut. Daran orientiere ich mich. Und an mein Motto: Die Menge macht das Gift. Außerdem gibt es zu jeder Studie eine Gegenstudie... ;-)

Wer ebenfalls Lust auf "Erdbeermassaker auf Teigfetzen" hat, hier das Rezept:

Zutaten:

Teig:
100 g Mandelmehl
3 EL Kokosmehl
3 Eier
3 EL Kokosöl
3 EL Agavendicksaft
3 TL Weinsteinpulver
1 Prise Salz
Milch

Kompott:
250 g frische Erdbeeren
Agavendicksaft
--> Wer's pikant mag: einfach mal ne Prise Chili oder Pfeffer zu den Erdbeeren geben. Das schmeckt herrlich prickelnd und passt ideal zum sanften Kaiserschmarrn.

Zubereitung:
Das Kokosöl erwärmen und separat die Eier aufschlagen. Anschließend alle Teigzutaten miteinander verrühren und so viel Milch hinzugeben, dass ein cremiger Teig entsteht. Der Teig hat keine Pfannkuchen-Konsistenz, sondern ähnelt eher einem cremigen Brei. Nun sollte der Teig erstmal 30 Minuten ruhen.

Während der Teigruhephase die Erdbeeren waschen, entgrünen und vierteln. Diese dann zusammen mit etwas Agavendicksaft aufkochen und anschließend reduzieren lassen (Herdstufe runterstellen). Je nach Geschmack mit Agavendicksaft verfeinern. Mir persönlich reichen 3 kleine Spritzer. 
--> Sollte der Kompott zu flüssig sein, einfach etwas Speisestärke einsieben. Das Rezept ist ja Low Carb und nicht No Carb. ;-)

Nun den Teig mit einem Bad in der heißen und eingeölten Pfanne aufwecken. Wenn die eine Seite braun ist, dann wenden. Geht natürlich nicht wie bei einem Pfannkuchen. Einfach hin- und herwenden, bis kein flüssiger Teig mehr vorhanden ist.

Die o. a. Mengenangaben reichen für 2 - 3 Personen. Selbst wenn die Menge nicht so viel aussieht: Sie macht pappsatt.

Guten Appetit!

Dienstag, 14. Juli 2015

1.200 kcal - kann man machen, ich aber nicht. ;-)

Bildquelle: Alexandra H./pixelio.de

3 Monate mit zuckerhaltigen Leckereien sind um - jetzt starten wieder 3 Monate zuckerbefreit. Für die neuen Leser: Ich verzichte auf weißen & braunen Zucker. Alternativen wie z. B. Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup etc. sind in Maßen erlaubt. Auch Obst & Milchprodukte esse ich weiterhin. 

Natürlich sind die o. a. Alternativen nichts anderes als Zucker, wenn auch in anderer Art. Der Fokus liegt bei mir auf jedoch auf den Verzicht von Süßigkeiten. Und Süßigkeiten, die ausschließlich z. B. mit Agavendicksaft gesüßt sind, muss ich entweder selbst herstellen oder zu relativ hohen Preisen kaufen. Somit esse ich sie in Maßen - und das mit Genuss. Außer, ich teste mal wieder neue Produkte, dann ist es nicht unbedingt immer ein Genuss. ;-)

Ca. alle 3 Monate verzichte ich für 3 Monate auf Zucker (damit meine ich weißen & braunen Zucker). Warum? Weil ich anfangs von meiner Süßigkeitensucht loskommen wollte und mittlerweile so meinen Zuckerkonsum stark einschränke. Gesundheitlich geht es mir mit und Zucker gut. Mein Gewicht ist auch gleichbleibend mit und ohne Zucker. Mental fühle ich mich allerdings wesentlich besser als vorher. Irgendwie befreiter. :-)

Dennoch hoffe ich, dass die diesmalige Challenge mich hinsichtlich meines derzeitigen Gewichts etwas unterstützt: 

Anfang des Jahres nahm ich innerhalb von 3 Monaten 7 kg zu! Einfach so. Ich habe weder meine Sport-, noch meine Ernährungs-, noch meine Lebensgewohnheiten geändert. Täglich immer ein paar Gramm mehr. Selbst mit Dinner Cancelling. Meine Hausärztin hat mich gründlich durchgecheckt: Traumwerte & top fit wie immer. Na toll. 

Übeltäter war im Nachhinein ein Medikament - von dem mir allerdings drei Ärzte bestätigt hatten, dass man bei dieser geringen Dosierung nicht zunehmen kann. Sobald ich dieses jedoch abgesetzt hatte, nahm ich nicht mehr zu. Aber auch nicht ab. Schade. Ich hatte irgendwie die naive Hoffnung, ich müsse nur das Medikament absetzen und schwupps werd ich wieder schlank. Was für ein bescheuerter Grund zuzunehmen - und dann hat es noch nicht mal geholfen, wofür es eigentlich eingesetzt wurde.

Eine Hormon- und Stoffwechselärztin erklärte mir dann, dass ich mir die Kilos wieder runterhungern müsse. Von alleine gehen sie nicht weg. Na bravo. Doch obwohl diese Aussage unbequem war, sah ich dennoch das Positive darin: Ich wusste woran ich war und was ich dagegen tun kann. Die Ärztin sagte mir noch etwas Unschönes: "Sie sind jetzt in diesem gewissen Alter, in dem Sie die Weichen für ihr Alter stellen. Wie wollen Sie dann aussehen? Und dazu noch Ihre genetische Veranlagung. Zum Abnehmen sollten sie nicht über 1.200 kcal täglich kommen. Wenn Sie ihr altes Gewicht erreicht haben, dann so um die 1.500 kcal. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, essen zu können was Sie wollen, ohne zuzunehmen." Toll, sowas hört doch jeder gern.

Das war vor ca. 4 Wochen und ich hatte hin- und herüberlegt, mich mit Kalorien beschäftigt und angefangen, schon mal probeweise mein Essen abzuwiegen. Nach der Grübelphase kam mein Plan: Ich nehme ab, aber so, wie ich das will! Denn Kalorienzählen und Essen abwiegen ist nix für mich. Ich will mein Leben genießen und nicht verzichten. Und beim täglichen jonglieren von 1.200 kcal würde meine Lebensfreude sicherlich etwas drunter leiden.

Die letzten Tage habe ich es mir noch mal "gut gehen" lassen und ab morgen fällt dann neben dem Zucker auch noch das Ciabatta beim Italiener weg. Ich habe früher schon mal mit Glyx 10 kg abgenommen und das gehalten, obwohl ich mich nicht konsequent danach Fahrplan ernährt habe. Das werde ich jetzt wieder machen, denn was schnell auf der Hüfte ist, ist auch schnell wieder runter. So mein Mantra. ;-)

Da mein Stoffwechsel ganz offensichtlich in den 3 Monaten nicht "gut druff" war, gehe ich jetzt mal ganz optimistisch davon aus, dass ich durch das Weglassen von Zucker & das Reduzieren von leeren Kohlenhydraten wieder auf mein altes Gewicht komme. Dazu mache ich weiterhin regelmäßig Sport und positives Denken schadet sicher auch nicht. :-)

7 kg in 3 Monaten - eure Zeiten sind gezählt. Ab morgen sage ich euch den Kampf an und schwuppdiwupp verschwindet ihr wieder in die ewigen Kilogründe. Tschakka!

Mittwoch, 13. Mai 2015

Endlich Erdbeeren! Erdbeer-Quark-Kuchen mit Agavendicksaft.


Erdbeeren sind mein absolutes Lieblingsobst! Jedes Jahr freue ich mich auf den Erdbeerstand am Hamburger Mühlenkamp. Frische, süße, deutsche Erdbeeren...einfach köstlich. Versteht sich von selbst, dass ich eine Sammelkarte besitze. Beim 10. Kauf gibt's eine Erdbeer-Schale gratis. Hurra! :-)

150 g Erdbeeren beinhalten:
  • Vitamin K (29 %)
  • Folsäure (24 %)
  • Vitamin C (93 %) --> mehr als 1 Zitrone oder Orange!
  • Kalium (11 %)
  • Eisen (10 %)
Zudem haben sie nur 32 kcal/100 g, wirken krebsvorbeugend und machen weiße Zähne. Also ein absolutes Power-Obst.

Normalerweise genieße ich dann die Erdbeeren pur oder mit etwas griechischem Joghurt.

Gestern Abend war ich allerdings in Backlaune und habe einen Erdbeer-Quarkkuchen gemacht. Optisch ist der Erdbeerkuchen auf jeden Fall schon mal ein Hingucker - und geschmacklich erst! Mhhh, ein Erdbeer-Traum... Der Kuchen schmeckt sommerlich frisch nach Zitronen und - Überraschung - Erdbeeren. Er ist wirklich nicht aufwändig, benötigt allerdings etwas (Kühl-)Zeit.

Hier das Rezept:

Zutaten:

250 g zuckerfreie Kekse (z. B. von Mogli, mit Agavendicksaft gesüßt)
60 g weiche Butter
4 Eier
250 g Quark
50 g Maisstärke
175 g Agavendicksaft
1 Zitrone (Zitronenabrieb- und -saft werden benötigt)
80 ml Wasser
1 Schale Erdbeeren
10 g Geliermittel (z. B. von Konfitura, alternativ 1 Gelatineblatt)

Zubereitung:

1. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Kuchenform mit Backpapier auslegen.

2. Kekse im Gefrierbeutel zermalmen, mit der Butter zerkneten, Keksteig in Kuchenform auslegen, kalt stellen

3. Eier trennen. Eigelb mit 75 g Agavendicksaft vermengen, Quark und Zitronensaft hinzugeben, Maisstärke nach und nach einrieseln, alles gut verrühren

4. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben

5. Teig in Kuchenform geben und ca. 50 Min. backen

6. Erdbeeren waschen und Strunk entfernen, Wasser mit den restlichen 100 g Agavendicksaft aufkochen, 200 g Erdbeeren und Zitronenabrieb hinzugeben und alles pürieren

7. Abgekühlten Kuchen horizontal halbieren, obere Kuchenhälfte abnehmen, Erdbeersoße auf untere Hälfte geben, obere Kuchenhälfte wieder darauf geben

8. Restliche Erdbeersoße mit Geliermittel aufkochen und abkühlen lassen

9. Restliche Erdbeeren halbieren, auf Kuchen verteilen und mit restlicher Erdbeersoße begießen

10. Erdbeerkuchen mind. 2 Stunden kalt stellen

Viel Spaß beim Nachbacken! :-)

Montag, 6. April 2015

Endspurt - mit einem veganen Cream Lemon Cake


Für alle, die an Hannahs Challenge "Projekt: zuckerfrei - 40 Tage ohne Zucker" teilgenommen haben, endete diese gestern an Ostersonntag. An dieser Stelle "Glückwunsch" an diejenigen, die durchgehalten haben, an diejenigen, die es versucht haben und an diejenigen, die etwas aus dieser Challenge mitgenommen haben (im besten Falle ein Bewusstsein darüber, worin sich der Zucker überall versteckt). Respekt! :-)

Ich habe allerdings noch 6 Tage vor mir, um hinter meine Challenge "3 Monate zuckerfrei" einen Haken zu machen. Wahnsinn, wie schnell die Zeit wieder vergangen ist. Ab nächster Woche Montag ist Zucker wieder für mich erlaubt, wobei ich versuchen werde, diesen in Maßen zu genießen.

Wie das Bild vermuten lässt, habe ich zu Ostern gebacken. Und zwar einen veganen Cream Lemon Cake (von Attila Hildmann). Das Rezept dafür findet ihr hier. Anders als im Rezept aufgeführt, findet ihr die Nussmuse im Biosupermarkt oder in einigen Drogerien und das Lecithin im Reformhaus. Zugegeben, die Zutaten sind nicht ganz billig, aber der grandiose Geschmack tröstet darüber hinweg. Der Kuchen schmeckt herrlich fruchtig und nussig. Wichtig fürs Gelingen: Er muss mind. 24 Stunden im Kühlschrank fest werden. Sonst wird er wie bei mir eher etwas puddingartig und musste deshalb in der Springform bleiben. Aber das Backpapier geht ja auch noch irgendwie als Deko durch. ;-)

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Osterausklang. :-)

Sonntag, 1. März 2015

Mächtig prächtiger Käsekuchen // Backen mit Xucker


Bereits im September letzten Jahres habe ich im Fernsehen bei "Sweet & Easy - Enie backt" die Zubereitung eines Käsekuchens verfolgt. Nur vom Zugucken lief mir schon das Wasser im Mund zusammen. Inhaltlich kein Leichtgewicht, aber manchmal darf es auch etwas mehr sein. Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung befand ich mich noch in der zuckerbefreiten Phase und anschließend habe ich es leider verpasst, diesen Käsekuchen nachzubacken. Bis Mitte April wollte ich nicht warten, somit habe ich ihn gestern mit Xucker nachgebacken. Köstlich!

Die Zuckermenge wollte ich 1:1 mit Xucker ersetzen. Da ich nicht mehr ausreichend davon hatte, habe ich den Rest mit Sukrin und Sucolin aufgefüllt. Mir persönlich gefällt Xucker am besten, gefolgt von Sukrin. Sucolin würde ich nicht mehr kaufen, da ich hier den Eigengeschmack am stärksten rausschmecke. Davon habe ich auch nur eine sehr geringe Menge im Kuchen verwendet.

Xucker besteht aus Xylit, einem Zuckeralkohol, der z. B. in zuckerfreien Zahnpflegekaugummis vorkommt. Xucker kann Karies vorbeugen und bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

Sukrin besteht aus Erythritol, gehört ebenfalls zur Familie der Zuckeralkohole. Im Gegensatz zu Xucker hat Sukrin 0 Kalorien und soll nicht abführend wirken. Zahnfreundlich ist es ebenfalls.

Sucolin besteht ebenfalls aus Erythritol. Obwohl es der gleiche Inhaltsstoff wie bei Sukrin ist, finde ich hier den frischen Eigengeschmack stärker. Außerdem kann es bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

Die Menge der Füllung laut Rezept ist viel zu viel! Ich habe eine 26er-Springform benutzt und immer noch die doppelte Menge übrig. Deshalb gebe ich nachfolgend nur die halbe Menge an, als ich Originalrezept aufgeführt.

Zutaten:

Für den Mürbeteig
70 g Xucker
140 g Butter
200 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
etwas Vanille
etwas Zitronensaft

Für den Belag
125 g Xucker
30 g Stärke
3 Eier
500 g Magerquark
175 g geschlagene Sahne
50 g geschlagenes Eiweiß (ca. zwei Eier Größe M)
1 Vanilleschote
etwas Zitronensaft (alternativ Zitronenabrieb)

Zubereitung:
1) Für den Mürbeteig Xucker, Butter, Salz, Vanille, Zitronensaft und das Ei vermischen und zum Schluss das Mehl unterkneten, dann zugedeckt mindestens eine halbe Stunde kühl stellen.

2) Für den Belag Xucker, Stärke und Eier verrühren und den Quark dazugeben. Sahne und Eiweiß steif schlagen, beides unter die Quarkmasse unterheben und mit Vanille und Zitronensaft abschmecken. 

3) Den Mürbeteig ausrollen, in eine Springform geben und ca. 10 Min. goldgelb vorbacken.

4) Anschließend die Quarkmasse darüber geben und bei 180 Grad ca. 60 Min. backen.

Mit meiner restlich verbliebenen Menge backe ich heute noch einen zweiten Kuchen. Meine Kollegen dürfen sich morgen somit auf zwei wirklich leckere Käsekuchen freuen. :-)

Freitag, 27. Februar 2015

Kostenlose Zucker-Apps


Meine jetzige Challenge "3 Monate zuckerbefreit" würde regulär bis zum 05.04.2015 gehen - das sind dann genau 12 Wochen. Da ich aber - wie geplant - an meinem Geburtstagswochenende 3 Tage lang geschlemmt und mir somit auch Süßigkeiten gegönnt habe, geh ich in die Verlängerung. Meinen letzten zuckerbefreiten Tag lege ich auf den 12.04.2015 - und die Hälfte habe ich bereits geschafft. Hurra! Ebenfalls toll: Ostern liegt dann bereits hinter mir und lila Schmunzelhase & Lindt-Ei werden von mir ignoriert.

Ich arbeite in einer Internetagentur, blogge, bin aktive Facebookerin, finde mein Smartphone mehr als praktisch und nutze täglich unterschiedliche Apps. Da liegt es nahe auch mal zu gucken, ob es zum Thema "Zucker" Apps gibt. Gibt es. Die beiden kostenlosen Apps stelle ich nachfolgend kurz vor:

1. Süßmacher von der Verbraucherzentrale
In dieser App gibt ein Lexikon mit den unterschiedlichsten Zuckerarten. Von A wie Acesulfam-Aspartamsalz bis Z wie Zuckerrübensirup. Jede Zuckerart wird genau beschrieben und gibt z. B. auch an, ob sie kariesfördernd ist oder Auswirkungen auf den Insulinspiegel hat.

Neben dem Lexikon gibt es noch ein Glossar, in dem Fachbegriffe wie "Hydrolyse" oder werbliche Auslobungen wie "ohne Zuckerzusatz" beschrieben werden.

Als dritte Info-Quelle verweist die App auf vermeintlich nützliche Links. Diese haben aber nichts mit Zucker zu tun. 

Fazit: Zum Einkaufen kann diese App sicherlich nützlich sein. Ein Blick auf die Inhaltsangaben und bei den Zutaten, die einem verdächtig vorkommen im Lexikon nachsehen.

2. Süßes ohne Zucker von Sunny Cupcake
Hier findet ihr 13 Rezepte von Keksen, Kuchen und Torten, die mit Stevia gesüßt sind. Weitere Rezepte und Tipps findet ihr auf der Facebook-Seite von Sunny Cupcake. Und in der App-Beschreibung steht: "Wünscht ihr euch ein bestimmtes Rezept? Dann schreibt mich gerne über Facebook an." Leider ist der letzte Eintrag auf ihrer Facebook-Seite von Oktober 2013. Ob Tortenwünsche somit noch erhört werden, ist ungewiss.

Fazit: Ich persönlich bin kein Stevia-Fan. Aber für den, der's mag: Die Rezepte sind wirklich gut aufbereitet und laden zum Nachbacken ein.

Sonntag, 1. Februar 2015

Zum Kugeln - mit Rum & Kokos!


Ich liebe Rumkugeln! Da ich bisher keine zuckerfreien Rumkugeln entdecken konnte, habe ich heute eine DIY-Variante probiert. Und ich muss sagen: wirklich lecker! Sie schmecken herrlich schokoladig, köstlich nach Kokos, leicht nach Rum und dank der Kakaonibs sind sie etwas crunchy. :-)

Ganz fürchterlich streng genommen sind sie nicht zu 100 % zuckerfrei. Denn Rum wird schließlich aus Zuckerrohr hergestellt. Aber bei Alkohol bin ich da nicht so streng und lass die Kirche sonntags mal im Dorf. Und ich habe leider nur 99%ige Schokolade im stationären Handel bekommen. Gerne hätte ich die Stevia-Schokolade von Cavalier verwendet. Aber 4,50 Euro Versandkosten für 3 Tafeln Schokolade im Online-Shop finde ich dann doch etwas überzogen. Nächstes Mal plane ich meine spontanen DIY-Ideen früher - dann gibt's auch das Gesuchte regulär in Hamburg im Handel zu kaufen.

Das Kokosöl ist beim Kauf meistens fest. Das macht aber nichts und es lässt sich auch so gut verwenden.

Die Herstellung ist wirklich easy peasy! :-)

Zutaten:

200 g zuckerfreie Schokolade
125 g gemahlene Mandeln
3 EL Kokosöl
5 EL Kokosblütenzucker
4 EL Rum (alternativ: Rumaroma)
50 g Kakaobohnen oder -nibs (kann man auch weglassen)
Kokosraspel

Zubereitung:

  • Die Kakaobohnen im Zerkleinerer zu kleinen Stückchen verarbeiten. 
  • Schokolade im Wasserbad erwärmen.
  • Die restlichen Zutaten bis auf die Kokoraspel hinzugeben.
  • Schokoladenmasse bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  • Anschließend diese in den Kühlschrank stellen (aber nicht auf die Glasplatte).
  • Sobald die Konsistenz fest, aber formbar ist, kleine Kugeln formen und diese dann in den Kokosraspel wälzen.

Gekühlt schmecken sie am besten.

Guten Appetit!

Montag, 26. Januar 2015

Geschafft: 10 Tage Sport-Fasten!

Bildquelle: Tim Reckmann/pixelio.de

Hab ich letzte Woche Dienstag an meinem Fasten-Tief am Nachmittag noch gedacht "Oh nein, noch 8 Tage", denke ich jetzt "Wow! Schon wieder vorbei!"

10 Tage habe ich diesmal gefastet, letztes Jahr waren es 8. Und es ist mir auch jetzt wunderbar leicht gefallen. Das Durchhalten. Das Einhalten. Das übermäßige Trinken. Der Sport. Alles prima. :-)

Im Vergleich zum Fasten im letzten Jahr, konnte ich jede Nacht sehr gut schlafen. Dafür hatte ich dieses Mal an einem Nachmittag ein kleines Fasten-Tief: mir war kalt, ich fühlte mich müde & antriebslos, hatte Hunger und etwas Kopfweh. Zum Glück hielt es nur ca. 3 Std. an und kam auch nicht wieder. Ansonsten hatte ich keinerlei Wehwehchen und war voller Energie. 

Diese Energie habe ich für täglichen Sport genutzt: Ballett, Yoga, Workout, Pole Dance & Laufen. Das hat auch alles hervorragend geklappt. Wobei ich beim Bergauflaufen weniger Puste & beim Pole Dance weniger Kraft als sonst hatte. Pah! Luxeriöse Fasten-Peanuts-Probleme! ;-)

Und das war mein Fastenplan für 10 Tage:

Entlastungstag (Montag)
Morgens: Obst
Mittags: Salat mit Parmesan & Sonnenblumenkernen
Abends: Salat mit Thunfisch, Mozzarella & Nüsse
Zwischendurch: Obst
Sport: Sit-ups
> Das Abendessen fiel leider nicht wirklich entlastend aus. Normalerweise hätte ich etwas Tofu oder Fisch gegessen. Oder Obst. Aber ich hatte noch Raclette-Reste vom Wochenende - da hat dann einfach mein Pragmatismus gesiegt. Und mein Bauch. ;-)

1. Fastentag (Dienstag)
Morgens: Sauerkrautsaft
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Rote-Beeren-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Ballett

2. Fastentag (Mittwoch)
Morgens: Detox-Tee
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Apfel-Mango-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Ballett

3. Fastentag (Donnerstag)
Morgens: Sauerkrautsaft
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Apfel-Himbeer-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Workout

4. Fastentag (Freitag)
Morgens: Detox-Tee
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Apfel-Rhababer-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Yoga

5. Fastentag (Samstag)
Morgens: Sauerkrautsaft
Mittags: Orange-Kiwi-Saft
Abends: Gemüsebrühe ohne Hefe
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Lauftraining inkl. kleiner Workouts

6. Fastentag (Sonntag)
Morgens: Detox-Tee
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Apfel-Heidelbeere-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Pole Dance

7. Fastentag (Montag)
Morgens: Sauerkrautsaft
Mittags: Gemüsebrühe ohne Hefe
Abends: Blutorangen-Saft
Zwischendurch: Detox-Tee, Kräutertees, Wasser
Sport: Nix
> Leider hatte ich vom Pole Dance mit rechtsseitigen Muskelkater zu kämpfen und habe mich deshalb für die Extremsportart Couchsurfing entschieden. ;-)

1. Aufbautag/Fastenbrechen (Dienstag)
Morgens: 1 Apfel
Mittags: 1 Apfel, 2 EL Haferflocken, Naturjoghurt
Nachmittags: 2 Stückchen zuckerfreie Mangel-Feigen-Schokolade (yummi!)
Abends: Möhren-Ingwer-Kokos-Suppe
Zwischendurch: Kräutertees, Wasser
Sport: Ballett

2. Aufbautag (Mittwoch)
Morgens: 2 Bananen, 2 EL Haferflocken, Naturjoghurt
Mittags: Kartoffel mit Quark
Nachmittags: 2 Stückchen zuckerfreie Mangel-Feigen-Schokolade
Abends: Möhren-Ingwer-Kokos-Suppe
Zwischendurch: Kräutertees, Wasser
Sport: Ballett

Auf Nahrungsergänzungsmittel habe ich verzichtet. Mineralien & Salze lieferten mir die Gemüsebrühe, Vitamine die Obstsäfte. Und ich habe täglich über 5 l getrunken!

Und wie geht's jetzt weiter?
Ich ernähre mich weiterhin zuckerfrei bis Mitte April (= 3 Monate) und orientiere mich an Glyx. Da beide Ernährungskonzepte seit langem fest etabliert sind, muss ich mich nicht weiter umstellen. Allerdings möchte ich versuchen, etwas konsequenter zu glyxen. Und Sport gehört eh zu meinem Alltag, aber nach dem Fasten nicht mehr täglich. ;-)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Zwei Fasten-Profis im Interview. Und ich dazu. ;-)


Letztes Jahr im September habe ich das erste Mal gefastet. Meine Kollegin Gina hatte mir zuvor ihre persönlichen Erfahrungen geschildert, was mich in meinem Entschluss bekräftigt hat, es einfach mal zu versuchen. Mit Erfolg - ich hab's geschafft! :-)

Da das Thema "fasten" sicherlich auch für andere interessant ist, habe ich nachfolgend einige Fragen zusammengestellt, die von meiner Freundin Franzi (32 Jahre), meiner Kollegin Gina (45 Jahre) und von mir (36 Jahre) beantwortet wurden.

Es geht hierbei nicht um fundiertes Expertenwissen, sondern um persönliche Erfahrungen, Eindrücke und Gewohnheiten. Ob fasten auch für euch das Richtige ist, und falls ja, in welcher Art & Weise, können wir natürlich nicht beantworten. Aber vielleicht bieten euch unsere z. T. sehr unterschiedlichen Antworten Anregungen für eure Fasten-Überlegungen.

Wie oft hast du bisher gefastet?

Franzi: Ca. 7- oder 8-mal. 

Gina: Ich faste zweimal jährlich seit ca. zwei bis drei Jahren.

Sina: Zweimal (Sep 2014 & Jan 2015).

Wie lange fastest du insgesamt? Was sind davon Entlastungs- und/oder Aufbautage?
Franzi: Früher 5 Tage, mal 10 Tage (reines Fasten). Jetzt genau 7 Tage. Zusätzlich 1 Entschlackungstag und 1 - 2 Aufbautage.

Gina: 10 - 14 Tage. Mir fällt fasten sehr leicht, daher könnte ich ohne Probleme auch länger fasten. Aber da ich eine ausgesprochen gut ausgeprägte Muskulatur habe, die ich gerne behalten würde, überschreite ich 14 Tage nie. Ich möchte nicht mit dem Abbau meiner Muskulatur „bezahlen“ müssen. Ich habe einen sehr schnellen Stoffwechsel und eine stabile, recht homogene Blutzuckerkurve, daher brauche ich nur einen Entlastungstag und nur bis zu maximal zwei Aufbautage.

Sina: Dieses Mal insgesamt 10 Tage, davon 1 Entlastungs- und 2 Aufbautage.

Was isst du am Entlastungstag?
Franzi: Leicht verdauliche Kost. Obst, was eher treibende Wirkung hat.

Gina: Schonkost, also salzarm, kein Zucker, kein Café, wenig Gewürze, keine „anstrengenden“ Nahrungsmittel wie z. B. Kohl und kohlenhydratarm.

Sina: Morgens & zwischendurch Obst, mittags Salat und abends Tofu oder Fisch. Dieses Mal habe ich allerdings einen Salat mit den Raclette-Resten vom Wochenende gegessen. Das hatte mit "Entlastung" nicht mehr viel zu tun. ;-)

Was isst du am Aufbautag?
Franzi: Erstmal auch Obst und eventuell Brötchen oder Knäcke.

Gina: Am liebsten Gemüsesuppen und Salate, gerne auch Obstsalat oder Obstjoghurt - Gemüsepfanne passt gegen Ende auch sehr gut.

Sina: Fastenbrechen ist bei mir ganz klassisch ein Apfel. ;-) Anschließend weiteres Obst, Gemüsesuppe & Kartoffeln.

Wie sieht ein typischer Fastentag bei dir aus?
Franzi: Morgens geh ich beim Fasten jeden Tag auf die Waage. Für mich ist die tägliche Gewichtsreduktion ein wesentlicher Antrieb für das Fasten, neben der heilenden und entgiftenden Wirkung. Dann trinke ich einen Fastentee. Ansonsten gehe ich den Tag an wie jeder andere. Fasten soll für mich als was völlig normales erscheinen. Mittags trinke ich dann meist einen Tomatensaft oder eine Buttermilch. Nachmittags und zwischendurch wieder Tee. Abends dann wieder einen Tomatensaft oder Brühe oder andere Säfte. Sport gehört auch bei mir auch zum Fasten dazu. Ich achte einfach stärker auf meinen Körper, was er schafft oder was eventuell zuviel ist.

Gina: Morgens beginne ich mit einer riesen Tasse ayurvedischen Tees. Das zelebriere ich im Winter bei Kerzenlicht und im Sommer am offenen Fenster (das ist anders als sonst). Dann fahre mit dem Rad zur Arbeit und nehme mir wie jeden Tag etwas Zeit auf der Brücke, um über die Alster zu schauen und das Wetter wahrzunehmen. Auf der Arbeit wird erstmal eine Kanne eines anderen ayurvedischen Tees gekocht. Ich verzichte komplett auf Aromastoffe in Tees (was ich generell immer bevorzuge). Zum Mittag gibt’s dann einen halben Liter Gemüsebrühe, und nachmittags wieder eine Kanne eines nochmal anderen ayurvedischen Tees. Auf dem Nachhauseweg setze ich mich – wenn es das Wetter zulässt - eine Runde an die Alster und zu Hause gibt’s zum Abendessen wieder einen halben Liter Gemüsebrühe. Abends gibt’s im Winter dann weiter Tees und im Sommer viel Wasser. In der Fastenzeit liebe ich Wasser noch mehr als sonst sowieso schon, also gehe ich dann oft schwimmen oder in die Badewanne. Am Wochenende koche oder backe ich (besonders in der Fastenzeit) gerne für andere Leute. Was ich ebenfalls in der Zeit gerne mache, ist durch Bücherläden zu ziehen und nach neuen Kochbüchern Ausschau zu halten. Meine sportlichen Gewohnheiten ändere ich nicht, also weiter schwimmen, tauchen, segeln, paddeln, Yoga und Rad fahren.

Sina: Morgens starte ich jeden zweiten Tag mit einem halben Liter Sauerkrautsaft auf nüchternen Magen. Dazu muss ich mich schon etwas zwingen (erinnert etwas an Gülle), aber lieber so als anders. Bis zum Mittag trinke ich Detox-Tee. Mittags gibt's Gemüsebrühe ohne Hefe aus dem Bio-Supermarkt. Zum Selberkochen habe ich einfach keine Lust. ;-) Meine Mittagspausen verbringe ich weiterhin mit meinen Kollegen. Deren Essensgerüche empfinde ich als sehr wohltuend. Generell schnuppere ich gerne überall verstärkt, wie z. B. in Cafés, Bäckereien, Dönerbuden (und ich bin Pescetarier!). Gerüche nehme ich in dieser Zeit noch intensiver wahr, als sowieso schon. Nachmittags gibt's dann die nächste Kanne Kräutertee ohne Aromen (auf die verzichte ich sonst allerdings auch). Zusätzlich trinke ich noch stilles Wasser und weitere Tees. Abends freue ich mich auf einen Bio-Obstsaft, jeden Tag einen anderen. Und ich mache täglich unterschiedlichsten Sport. Mein Abendritual: Eine Tasse Lavendeltee.

Wievel Liter trinkst du durchschnittlich pro Tag insgesamt?
Franzi: 3 - 4 Liter Wasser, Tee etc.

Gina: Ich schätze 4 Liter.

Sina: Über 5 Liter!

Nimmst du während des Fastens Vitamin- oder Mineralstoffpräparate o. Ä. ein?
Franzi: Nein, da man die Brühe aus frischen Zutaten kocht und dort Vitamine enthalten sind. Zusätzlich mische ich dort Hefeflocken unter als weiteren Vitaminlieferant.

Gina: Ja, Vitamin C und Zink.

Sina: Nein. Mineralien & Salze bekomme ich durch die Gemüsebrühe, Vitamine durch die Obstsäfte.

Wie fühlst du dich während des Fastens?
Franzi: Die schönsten Tage sind für mich die Entlastungs- und Aufbautage. Ansonsten fühle ich mich während des Fastens sehr gut. Man ist nach wie vor leistungsfähig und es klappt alles genauso gut wie mit Lebensmittel. Für mich der schlimmste Tag ist meist der zweite Fastentag. An dem Tag stellt gefühlt mein Körper um und hat nun verstanden, dass er aus den inneren Reserven leben muss. An dem Tag nehme ich mir wenn möglich nicht zuviel vor. 

Gina: Durch die Bank weg super – ich habe zum Glück aber auch nur am ersten Tag Hunger, der ist am zweiten Tag schon verschwunden – wie gesagt der schnelle Stoffwechsel und die stabile Blutzuckerkurve machen es mir hier per Zufall sehr leicht.

Sina: Der Entlastungstag gefällt mir am wenigsten. Ich esse zwar, aber da ich kein Obst- und Gemüsetyp bin, stellt dieser keine Satisfaction für mich da. Während der reinen Fastentage ging es mir blendend - ich hatte eher mit einem Energieüberschuss zu kämpfen. Außerdem kein Hungergefühl, keine Müdigkeit, keine Antriebslosigkeit, keine schlechte Laune, kein Frieren (außer diesmal am Nachmittag des ersten reinen Fastentages). Und die Aufbautage sind toll; die einzelnen Nahrungsmittel lösen bei mir jeweils eine regelrechte Geschmacksexplosion aus! :-)

Warum fastest du?
Franzi: Für mich ist das Abnehmen das Wichtigste am Fasten. Zudem die Entgiftung. Einfach mal alle Umwelteinflüsse durch die Nahrungsaufnahme sein lassen. Dann geht's mir danach richtig gut. Erstens hat sich der Mengenkonsum danach drastisch reduziert. Man lernt mal wieder das Gefühl "Hunger" kennen. Und man schmeckt danach die Lebensmittel wieder ganz anders und weiß sie viel stärker zu schätzen.

Gina: Ich werde beim Fasten ruhig, das kann ich ab und zu gut gebrauchen. Ich werde auch sehr klar. D. h. entweder es gibt aktuell gerade eine schwierige Zeit mit schwierigen Fragen und dann fange ich zu fasten an oder es ist wieder mal Zeit zu fasten und dann suche ich mir Themen, die ich schon lange mal sortieren wollte. Ich faste also großteils aus mentalen Gründen. Weiterhin nehme ich Gerüche viel intensiver wahr, darauf bin ich auch insbesondere aus – an einer Bäckerei vorbei zu gehen, in einem Teeladen zu stehen oder einfach nur im Café auf der anderen Straßenseite bei Fathma die Quiches und Nata zu riechen, wenn ich einen Tee bestelle ist wunderbar. 

Sina: Primär geht es mir um das Loswerden der Weihnachtskilos. Das ist zwar nur minimal (ca. 1,5 kg) und jährlich einkalkuliert, aber behalten möchte ich sie trotzdem nicht. Der Dezember ist für mich der Schlemmermonat: ich esse worauf ich Lust habe - und zwar wann und soviel ich will! Dazu einige Lumumbas auf dem Weihnachtsmarkt und diverse post weihnachtliche Schokoladen-Schlemmereien. Yummi. Ein weiterer Grund ist, den Körper mal zu resetten und anschließend vieles wieder bewusster wahrzunehmen. Nach dem Schlemmermonat Dezember auch dringend nötig. ;-)

Welche Nachteile treten bei dir beim Fasten auf?
Franzi: Für mich ist der Mundgeruch mit das Schlimmste am Fasten. Der gehört zwar dazu, aber für die Umwelt meist nicht so schön.

Gina: In der Regel ist mir immer warm. In der Fastenzeit kann es sein, dass mir ab und zu mal kalt ist.

Sina: Jeden zweiten Tag Sauerkrautsaft... ;-)

Was nimmst du aus deiner Fastenzeit mit?
Franzi: Lust auf die Lebensmittel. Das bewusste Essen wieder lernen.

Gina: In der Zeit des Fastens wird mein „Wertesystem validiert“ d. h. danach schätze ich die sonst so selbstverständlich scheinenden Dinge so viel mehr und das bleibt danach auch eine ganze Weile so. Im Leben sind es oft die kleinen Dinge die mir Freude bereiten, der Alltag, es braucht oft nichts Großes und das Fasten hilft mir bei dieser Sichtweise. Nichts desto Trotz liebe ich natürlich auch Außergewöhnliches – alles hat eben seinen Platz und sollte Wertschätzung erhalten.

Sina: Im Alltag ernähre ich mich bereits größtenteils sehr bewusst. Nach dem Fasten jedoch noch bewusster. Ich habe Lust auf gesunde Lebensmittel und aufs Kochen. Mental fühle ich mich "sortierter". Da ich mir ungewöhnlich viel Zeit für mich genommen habe, hatte ich Raum für vieles, was ich im Alltag eher wegdränge. Quasi ein Frühjahrsputz fürs Hirn. Außerdem stelle ich mich gerne Herausforderungen & bin ich stolz auf mich und meinen Körper: "Toll, was wir gemeinsam geschafft & erreicht haben." :-)

Falls ihr noch weitere Fragen an uns habt, beantworten wir diese gern.

Herzlichen Dank an Franzi & Gina für die Teilnahme am Interview. :-)

Montag, 12. Januar 2015

Neues Jahr - neue Challenge!


Die weihnachtlichen Fress...ähm Festtage sind vorbei und ab heute heißt es wieder: 3 Monate zuckerbefreit. Zusätzlich nutze ich den Neujahrs-Aufschwung und starte die diesjährige Challenge mit fasten, um meinen Körper zu resetten.

Letztes Jahr im September habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gefastet und es ging mir überraschend gut dabei (Fastenplan 2014). Statt 7 Tage werde ich dieses Mal allerdings 10 Tage fasten. Und heute geht's los, mit dem Entlastungstag. Darauf folgen 7 Tage nur trinken (Säfte, Gemüsebrühe, Tees, Wasser) und abschließend zwei Aufbautage. Zuckerbefreit wird es darüber hinaus natürlich weitergehen (außer an meinem Geburtstagswochenende! Und in Erinnerung an Udo Jürgens: Aber bitte mit Sahne!).

Das neue Jahr nutzen auch Freunde aus meinem Umfeld für gute Vorsätze & Herausforderungen: Lisa isst den ganzen Januar keine Süßigkeiten, Claudi lässt sowohl Zigaretten als auch Alkohol weg. Und Dunja lebt bereits seit über 3 Monaten zuckerfrei. Ich finde es großartig, wenn man einfach mal probiert, sich selbst herauszufordern. Es muss ja nicht für lange oder gar auf Dauer sein. Und im besten Fall wird man mit einem guten Gefühl belohnt, es geschafft zu haben! Und im allerbesten Fall, nimmt man aus seiner Challenge eine Denk- oder sogar Verhaltensänderung mit.

Mehr Sport? Weniger Zigaretten? Keinen Zucker? Wie auch immer eure persönliche Neujahrs-Challenge aussieht, ich wünsche euch ganz viel Power & Durchhaltevermögen. Und denkt daran: Der innere Schweinehund ist ein Zeitdieb & Lügner! Und wer will schon mit so einem Lumpenpack in der Komfortzone abhängen? ;-)