Montag, 27. Juli 2015

Erdbeermassaker auf Teigfetzen. Oder vom Kaiserschmarrn, der ne Waffel werden sollte...


Nein, es handelt sich weder um Spaghetti Bolognese, noch um Innereien auf Hautlappen: Denn was auf dem Bild zu sehen ist, schmeckt wunderbar süß, nicht herzhaft. ;-)

Leider war es mir bildlich nicht möglich wiederzugeben, wie es tatsächlich aussah. Entweder sahen die Erdbeeren nach Tomatenketchup oder nach Blutgrütze aus. Note to myself: Unbedingt einen Fotokurs beim "Food-Fotografen" machen.

Mein ursprünglicher Plan, glykliche Waffeln zu backen, ist missglückt. Jedenfalls optisch. Aber auch das ist Betrachtungsweise. Aufgrund des fehlenden Glutens, also dem Weizenkleber, ging mein Waffelteig eine allzu innige Beziehung mit dem Waffeleisen ein - sie waren nicht voneinander loszubekommen. 

Plan B waren dann Pfannkuchen. Aber auch das endete in einem Wendemassaker. Wobei mir dabei die Idee von Kaiserschmarrn in den Sinn kam. Flexibles Kochen nennt man das wohl. Zum Kaiserschmarrn gab's warmen Erdbeerkompott - yummy!

Am Ende war ich doch sehr happy mit meinem (Miss)Geschick an der Pfanne und werde das auf jeden Fall wieder machen. Aber ohne Umwege über das Waffeleisen.

Der Teig ist Low Carb/Glyx/Paleo/glutenfrei und natürlich zuckerfrei. Jedenfalls ohne weißen Zucker. Geschmacklich schmeckt der Kaiserschmarrn nussig und leicht süßlich. Trotz Kokosmehl und Kokosöl ist der Kokosgeschmack nicht dominant. 

Immer öfter wird in den Medien auf Agavendicksaft geschimpft. So wie auch auf zugesetzte künstliche Fruktose. Und auf weißen Zucker. Sogar auf Stevia gehen sie jetzt los. Über Honig hab ich auch schon Böses gehört. Meine Meinung: Ich bin gesund und weiß, was mir gut tut. Daran orientiere ich mich. Und an mein Motto: Die Menge macht das Gift. Außerdem gibt es zu jeder Studie eine Gegenstudie... ;-)

Wer ebenfalls Lust auf "Erdbeermassaker auf Teigfetzen" hat, hier das Rezept:

Zutaten:

Teig:
100 g Mandelmehl
3 EL Kokosmehl
3 Eier
3 EL Kokosöl
3 EL Agavendicksaft
3 TL Weinsteinpulver
1 Prise Salz
Milch

Kompott:
250 g frische Erdbeeren
Agavendicksaft
--> Wer's pikant mag: einfach mal ne Prise Chili oder Pfeffer zu den Erdbeeren geben. Das schmeckt herrlich prickelnd und passt ideal zum sanften Kaiserschmarrn.

Zubereitung:
Das Kokosöl erwärmen und separat die Eier aufschlagen. Anschließend alle Teigzutaten miteinander verrühren und so viel Milch hinzugeben, dass ein cremiger Teig entsteht. Der Teig hat keine Pfannkuchen-Konsistenz, sondern ähnelt eher einem cremigen Brei. Nun sollte der Teig erstmal 30 Minuten ruhen.

Während der Teigruhephase die Erdbeeren waschen, entgrünen und vierteln. Diese dann zusammen mit etwas Agavendicksaft aufkochen und anschließend reduzieren lassen (Herdstufe runterstellen). Je nach Geschmack mit Agavendicksaft verfeinern. Mir persönlich reichen 3 kleine Spritzer. 
--> Sollte der Kompott zu flüssig sein, einfach etwas Speisestärke einsieben. Das Rezept ist ja Low Carb und nicht No Carb. ;-)

Nun den Teig mit einem Bad in der heißen und eingeölten Pfanne aufwecken. Wenn die eine Seite braun ist, dann wenden. Geht natürlich nicht wie bei einem Pfannkuchen. Einfach hin- und herwenden, bis kein flüssiger Teig mehr vorhanden ist.

Die o. a. Mengenangaben reichen für 2 - 3 Personen. Selbst wenn die Menge nicht so viel aussieht: Sie macht pappsatt.

Guten Appetit!

Dienstag, 14. Juli 2015

1.200 kcal - kann man machen, ich aber nicht. ;-)

Bildquelle: Alexandra H./pixelio.de

3 Monate mit zuckerhaltigen Leckereien sind um - jetzt starten wieder 3 Monate zuckerbefreit. Für die neuen Leser: Ich verzichte auf weißen & braunen Zucker. Alternativen wie z. B. Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup etc. sind in Maßen erlaubt. Auch Obst & Milchprodukte esse ich weiterhin. 

Natürlich sind die o. a. Alternativen nichts anderes als Zucker, wenn auch in anderer Art. Der Fokus liegt bei mir auf jedoch auf den Verzicht von Süßigkeiten. Und Süßigkeiten, die ausschließlich z. B. mit Agavendicksaft gesüßt sind, muss ich entweder selbst herstellen oder zu relativ hohen Preisen kaufen. Somit esse ich sie in Maßen - und das mit Genuss. Außer, ich teste mal wieder neue Produkte, dann ist es nicht unbedingt immer ein Genuss. ;-)

Ca. alle 3 Monate verzichte ich für 3 Monate auf Zucker (damit meine ich weißen & braunen Zucker). Warum? Weil ich anfangs von meiner Süßigkeitensucht loskommen wollte und mittlerweile so meinen Zuckerkonsum stark einschränke. Gesundheitlich geht es mir mit und Zucker gut. Mein Gewicht ist auch gleichbleibend mit und ohne Zucker. Mental fühle ich mich allerdings wesentlich besser als vorher. Irgendwie befreiter. :-)

Dennoch hoffe ich, dass die diesmalige Challenge mich hinsichtlich meines derzeitigen Gewichts etwas unterstützt: 

Anfang des Jahres nahm ich innerhalb von 3 Monaten 7 kg zu! Einfach so. Ich habe weder meine Sport-, noch meine Ernährungs-, noch meine Lebensgewohnheiten geändert. Täglich immer ein paar Gramm mehr. Selbst mit Dinner Cancelling. Meine Hausärztin hat mich gründlich durchgecheckt: Traumwerte & top fit wie immer. Na toll. 

Übeltäter war im Nachhinein ein Medikament - von dem mir allerdings drei Ärzte bestätigt hatten, dass man bei dieser geringen Dosierung nicht zunehmen kann. Sobald ich dieses jedoch abgesetzt hatte, nahm ich nicht mehr zu. Aber auch nicht ab. Schade. Ich hatte irgendwie die naive Hoffnung, ich müsse nur das Medikament absetzen und schwupps werd ich wieder schlank. Was für ein bescheuerter Grund zuzunehmen - und dann hat es noch nicht mal geholfen, wofür es eigentlich eingesetzt wurde.

Eine Hormon- und Stoffwechselärztin erklärte mir dann, dass ich mir die Kilos wieder runterhungern müsse. Von alleine gehen sie nicht weg. Na bravo. Doch obwohl diese Aussage unbequem war, sah ich dennoch das Positive darin: Ich wusste woran ich war und was ich dagegen tun kann. Die Ärztin sagte mir noch etwas Unschönes: "Sie sind jetzt in diesem gewissen Alter, in dem Sie die Weichen für ihr Alter stellen. Wie wollen Sie dann aussehen? Und dazu noch Ihre genetische Veranlagung. Zum Abnehmen sollten sie nicht über 1.200 kcal täglich kommen. Wenn Sie ihr altes Gewicht erreicht haben, dann so um die 1.500 kcal. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, essen zu können was Sie wollen, ohne zuzunehmen." Toll, sowas hört doch jeder gern.

Das war vor ca. 4 Wochen und ich hatte hin- und herüberlegt, mich mit Kalorien beschäftigt und angefangen, schon mal probeweise mein Essen abzuwiegen. Nach der Grübelphase kam mein Plan: Ich nehme ab, aber so, wie ich das will! Denn Kalorienzählen und Essen abwiegen ist nix für mich. Ich will mein Leben genießen und nicht verzichten. Und beim täglichen jonglieren von 1.200 kcal würde meine Lebensfreude sicherlich etwas drunter leiden.

Die letzten Tage habe ich es mir noch mal "gut gehen" lassen und ab morgen fällt dann neben dem Zucker auch noch das Ciabatta beim Italiener weg. Ich habe früher schon mal mit Glyx 10 kg abgenommen und das gehalten, obwohl ich mich nicht konsequent danach Fahrplan ernährt habe. Das werde ich jetzt wieder machen, denn was schnell auf der Hüfte ist, ist auch schnell wieder runter. So mein Mantra. ;-)

Da mein Stoffwechsel ganz offensichtlich in den 3 Monaten nicht "gut druff" war, gehe ich jetzt mal ganz optimistisch davon aus, dass ich durch das Weglassen von Zucker & das Reduzieren von leeren Kohlenhydraten wieder auf mein altes Gewicht komme. Dazu mache ich weiterhin regelmäßig Sport und positives Denken schadet sicher auch nicht. :-)

7 kg in 3 Monaten - eure Zeiten sind gezählt. Ab morgen sage ich euch den Kampf an und schwuppdiwupp verschwindet ihr wieder in die ewigen Kilogründe. Tschakka!